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Freitag, 24. Oktober 2014

Kürbis-Haselnuss-Kuchen mit Schokolade


Wie ich durch meinen treuen Freund Edwin schon angekündigt habe, stehen noch Kürbisrezepte aus, die ich euch gerne vorstellen möchte. Sie werden unter Umständen nicht alle auf einander folgen, jedoch definitiv noch online landen. Ich muss offen zugeben, dass ich mich in den letzten Jahren nur mäßig in Form von Kürbis-Kartoffelsuppe an dieses Gemüse getraut habe. Durch wirklich unschöne Kürbisrezepte, mit denen ich in meiner Jugend konfrontiert wurde (in Form von "ich-bin-irgendwo-zu-Gast-oder-bei-einer-Veranstaltung-und-es-gibt-nichts-anderes), habe ich mich folglich nicht groß damit versucht. Das sollte sich dieses Jahr allerdings ändern. Nachdem ich den lieben Kürbis fertig ausgehöhlt und modelliert hatte, ist genug Kürbisfleisch für das kommende Rezept entstanden (welches ich im übrigen dem lieben Edwin widmen möchte).

Den Anfang macht somit einer meiner Lieblingskuchen - Bühne frei, für den Kürbis-Haselnuss-Kuchen mit Schokolade.

Zutaten:


  • 175g Butter
  • 125g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 1 TL Zimtpulver
  • 1 Msp Nelkenpulver
  • 225g Mehl
  • 300g Kürbisfleisch
  • 100g gemahlene Haselnüsse
  • 150g geraspelte Schokolade


Zubereitung:

  1. Zu aller erst muss das Kürbisfleisch vorbereitet werden. Folglich wird es geraspelt. Je nachdem, ob ihr lieber einen kompakten, feinporigen Kuchen mögt, wird der Kürbis fein geraspelt, oder grob, falls ihr einen großporigen, lockereren Kuchen bevorzugt. Die Masse wird erst einmal beiseite gestellt.
  2. Die Butter wird zusammen mit dem Zucker, Vanillezucker und den Eiern schaumig aufgeschlagen, sodass sich der Zucker bestmöglich aufgelöst hat.
  3. Nun folgen Zimt und Nelke und werden schön im Teig vermengt.
  4. Das Mehl wird mit den gemahlenen Haselnüssen, sowie dem Backpulver gemischt und dann nach und nach unter die schaumige Masse gerührt.
  5. Anschließend werden noch die Schokoladenraspel, sowie das Kürbisfleisch mit dazu gegeben und gut gemischt.
  6. Der (fast) fertige Teig sollte nun etwa 10 Minuten ruhen. nach meiner Erfahrung zieht der Zucker noch etwas Flüssigkeit aus dem Kürbisfleisch, was den ganzen Teig etwas saftiger und dünner macht.
  7. Der nun gänzlich fertige Teig wird in eine lange, gefettete Kastenform (oder wahlweise eine andere) gegeben, glatt gestrichen und anschließend bei 200°C (160°C Heißluft) gebacken. Eine gelegentliche Stäbchenprobe ab 40 Minuten Backzeit ist zu empfehlen - je nach Kürbisart, kann diese leicht variieren.
  8. Wer mag, kann dem fertigen, fast ausgekühlten Kuchen noch eine leckere Schokoglasur verpassen - das macht es vor allem den nicht-Kürbis-Fans leichter.
Vielleicht findet sich mit diesem Rezept ja doch der eine oder andere neue Kürbisliebaber.
Liebe Grüße

- Collin


Dienstag, 7. Oktober 2014

Apfel-Trauben-Crumble mit Schokolade


Immer wieder stoße ich in Zeitschriften und Büchern über Crumbles - bis auf Streusel ist auf den beigefügten Bildern aber nie viel zu sehen. Genau aus diesem Grund habe ich bisher immer schnell weiter geblättert, wenn mir so ein Bild wieder unter kam.
Letzte Woche jedoch habe ich das Foto eines Desserts gesehen, welches ich auf den ersten Blick für einen Streuselkuchen gehalten habe - köstlich gefüllt mit allerlei Früchten. Auf den zweiten Blick jedoch, habe ich das Wort "Crumble" im Titel gesehen. Aufgrund des schönen Bildes habe ich mir das Rezept also einmal genauer angesehen. Ganz offensichtlich ist ein Crumble nichts weiter, als mit Streuseln überbackenes Obst. Klingt super einfach - und ist es auch. Ob der spätere Geschmack eben so simpel ist, wollte ich dann natürlich testen - also ging es an meinen ersten Crumble..... und so viel sei verraten... die Genialität dieses Dessert steht in keinster Weise im Vergleich zu seinem Aufwand!

Zutaten:

  • 100g Zucker
  • 100g Butter (Raumtemperatur)
  • 175g Mehl
  • 200g Apfelstücke (entkernt, ruhig mit Schale)
  • 200g Weintrauben (kernlos)
  • 100g Schokolade (herb)

Zubereitung:

  1. Zuerst wird die Auflaufform mit ein wenig Butter eingefettet.
  2. Die Äpfel und Trauben werden in Stücken (bzw. die Trauben in Hälften) auf dem Boden der Auflaufform verteilt.
  3. Anschließend wird die Schokolade grob gehackt und über den Früchten verstreut.
  4. Die Butter mit dem Zucker in einer Schale mit der Hilfe eines Handrührgerätes verrühren, bis es eine schaumige Masse ist. Danach das Mehl nach und nach mit der Butter-Zucker-Masse vermengen. Dies macht man am besten mit den Händen - so kann man die Größe der Streusel nach Bedarf variieren.
  5. Zu guter Letzt werden die Streusel in der Auflaufform verteilt, sodass die Früchte und Schokolade bedeckt sind.
  6. Die Auflaufform kommt bei 200°C (170°C Heißluft) für ca. 20-25 Minuten in den Ofen, bis die obersten Streusel goldbraun gebacken sind.
Tipps: Je nach Geschmack kann dieser Crumble warm oder kalt serviert werden. Typische Beilagen sind Vanilleeis, Vanillesauce oder geschlagene Sahne. Dieser Crumble kann natürlich auch mit anderen Obstsorten variiert werden.

Guten Appetit!

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Chocolate Chip Cookies - so wie sie (für mich) sein müssen


Heute bin ich mal wieder ziemlich krank gewesen. Zum Glück ist es nicht so schlimm gewesen, dass ich der Arbeit fern bleiben musste. Diagnose: Keks-Fieber!
Wenn ich 100 bunt gemischte Personen danach fragen würde, welches ihre liebsten Kekse sind, würden bestimmt mindestens 50 von ihnen das Gleiche antworten wie ich: Chocolate Chip Cookies.
Lustiger Weise haben die Cookies, die man in jeder deutschen Handelskette bekommt, nicht mehr sonderlich viel mit den originalen Chocolate Chip Cookies zu tun. Ich rede von denen, die man z.B. bei einer bekannten, internationalen Sandwich-Fastfood-Kette (ihr Name ist der selbe, wie die amerikanische Bezeichnung für eine U-Bahn) bekommt. Groß, Flach, mit dicken Schokoflocken, außen knusprig und im Kern weich (chewy, wie die Engländer sagen würden).
Seit meiner letzten London-Reise vor vier Jahren, bin ich ein riesen Fan von diesen Originalen. Ich schaffe es tatsächlich fast niemals an dieser Fastfood-Kette vorbei, ohne mir einen dieser köstlichen Kekse zu genehmigen. Wie schön wäre es da also, wenn man diese zu Hause originalgetreu nachbacken könnte?
Somit begann schon vor längerer Zeit die Suche nach einem Rezept, das diesen Keksen gerecht wird. Nachdem sich die meisten der gefundenen Rezepte als "Originalrezept" betitelt haben, sich aber dennoch alle voneinander unterschieden haben, habe ich mich dazu entschlossen mein eigenes "Original" als Konsens verschiedener Rezepte zu kreieren.

Zutaten:

  • 250g Butter (zimmerwarm)
  • 250g brauner Zucker
  • ein Tütchen Vanillezucker
  • eine Prise Salz
  • 2 Eier
  • 1 gestr. Teelöffel Backpulver
  • 1 gestr. Teelöffel Natron
  • 200g Schokolade (zartbitter)
  • 100g Schokolade (Vollmilch)
  • 360g Mehl

Zubereitung:

  1. Zu Beginn wird die Butter mit den Eiern, dem Zucker, Vanillezucker, sowie Salz mit dem Handrührgerät auf hoher Stufe schaumig gerührt.
  2. Das Mehl wird in einer weiteren Schale mit dem Backpulver und dem Natron vermengt.
  3. Die Schokolade wird grob gehackt und ebenfalls in einer weiteren Schule gut miteinander gemischt.
  4. 2/3 der Schokoladenmenge wird nun in der schaumigen Masse untergerührt.
  5. Ist dies erledigt, können Mehl und Co. nach und nach dazu gegeben und verrührt werden.
  6. Der fertige Teig wird in der Rührschale möglichst großflächig verteilt und anschließend abgedeckt für etwas anderthalb Stunden in den Kühlschrank gestellt.
  7. Der gekühlte Teig ist weniger klebrig und kann nun mit zwei Löffeln gut portioniert werden (je nach Konsistenz können mit den Händen auch Kugeln gerollt werden. So werden die Kekse später Kreisrund. Es muss zwischen den Keksen ein größerer Abstand bestehen, da sie noch auseinander laufen. Nur 6-9 Kekse pro Blech.
  8. Die Teigklumpen (bzw. Kugeln) können nun etwas Platt gedrückt werden. Anschließend werden von der restlichen Schokolade dicke Stücke hinein gedrückt. Wer mag kann die kleineren Schokostücke auch noch drüber streuseln.
  9. Die Kekse werden bei 200°C (170°C Heißluft) etwa 10 Minuten gebacken. Perfekt sind sie, wenn sie außen knusprig sind, jedoch nicht-brechend nachgeben, wenn man auf die Mitte drückt. Die fertigen Kekse werden sofort auf ein Kuchenrost gelegt und dürfen auskühlen. Erkaltete haben sie die perfekte Konsistenz, außen knusprig und innen schön "chewy".
Tipps: Wer mag, kann die Schokostücke auch durch backfeste Schokolade ersetzen. Wie der Name schon sagt, verläuft sie beim Backen nicht.
Die Konsistenz der Mitte entsteht durch den hohen Anteil an braunem Zucker. Wer diesen Effekt geringer hervorrufen möchte, kann bis zu eine Hälfte des Zuckers durch handelsüblichen, weißen zucker ersetzen. Wer sie extra knusprig mag, kann sie nach dem Auskühlen nochmals bei 100°C für etwa 20 Minuten nachbacken.

Eine weitere Variante ist, einen teil der Schokolade durch Nüsse zu ersetzen - ebenfalls eine typische und beliebte Mischung.

Der Teig beinhaltet übrigens neben dem normalen Backpulver das Natron als zusätzliches Backtriebmittel. So entstehen schöne, große Löcher in den Keksen und lassen sie schön knusprig werden.

Mittwoch, 10. September 2014

Chokky Rocks - knusprig, schokoladig, lecker

In den letzten Wochen und Monaten fällt mir immer häufiger auf, wie ich mich beim Einkauf urplötzlich in der Keks- und Gebäckabteilung wieder finde. Egal welcher Ort, egal welcher Discounter... immer wieder zieht mich eine Art unsichtbare Hand von wo auch immer ich gerade stehe zu jenen Regalen. Choclate Chip Cookies, Schokokekse, Spritzgebäck und vieles, vieles mehr. Ich muss mich hier nun ganz offen outen... ich bin Keksoholiker!
Das Problem an der Sache ist, dass ich diese Sucht nicht nur nicht unterdrücken kann, es vermag mir auch immer schlechter gelingen, sie zu verbergen. Manches Mal habe ich sogar das Gefühl, dass die Kassiererinnen in den Discountern etwas ahnen - zu auffällig ist ihr abwertender und vorwurfsvoller Blick, den sie mir jedes Mal zuwerfen. Und nein - das ist sicher keine Einbildung.

Solange bleibt mir nichts anderes übrig, als meine Sucht auf anderen Wegen zu stillen. Ich habe mich heute ein weiteres Mal daran versucht, eine passende Ersatzdroge in den heimischen Laboren selbst zu kreieren. Getüftelt und geforscht. Gemessen und gemischt.

Zugegeben, zwar ist das Ergebnis nicht selbiges, wie aus den bekannten Märkten, jedoch kann ich mir kaum einen besseren Ersatz vorstellen. Diese entstandenen Kekse haben absolut das Potential, meine neue Haupt-Droge zu werden!

Zutaten:



Zubereitung:

1. Die Eier zusammen mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig rühren.
2. Die Butter hinzugeben und weiterrühren, bis es eine geschmeidige Masse ist.

3. Die Schokolade nach Belieben hacken und unter die Masse heben.

4. Backpulver und Mehl vermengen. Anschließend das Gemisch nach und nach mit der glatten masse verrühren. Es ensteht ein klebriger Keksteig.
5. Die Cornflakes gut unter den Teig mischen.
6. Möglichst schnell mit Hilfe von zwei Löffeln (oder den Händen) Kekse auf einem Backpapier formen.
7. Das Backpapier auf ein Backblech ziehen und im Ofen bei 180°C (Umluft) etwa 15-18 Minuten backen. Die Kekse müssen goldgelb sein (bei Belieben natürlich auch dunkler).
8. Die fertigen Kekse vom Backpapier lösen und auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.




Zu beachten:

- Das Backpapier kann natürlich auch auf einem Rost liegen. Allerdings muss man die Kekse dann zwischenzeitig wenden, da sie von der Unterseite in diesem Fall nicht genug Hitze bekommen.
- Die ausgekühlten Kekse kann man idealer Weise in einer Keksdose aus Blech aufbewahren. So bleiben sie noch einige Tage schön knusprig.
- Wenn der Teig zu lange mit den darin befindlichen Cornflakes steht, werden diese unter Umständen weich.





Tipps:

- Je nach Geschmack kann man die Schokolade natürlich varrieren. Sowohl in der Menge, als auch in den Sorten. Eine Triple-Chocolate-Variante mit Zartbitter,- Vollmilch,- und weißer Schokolade ist auch ein Hit!


Das Rezept reicht für etwas drei Bleche mit jeweils 20 mittelgroßen Keksen. Somit für mindestens 60 Stück.
Lasst es euch schmecken ihr Schokoholiker!